Neue Filmprojektoren werden von der Industrie nicht mehr gebaut. Fraglich ist auch, ob in Zukunft, außer einigen flimmerbegeisterten Enthusiasten, jemand sich mit solchen Geräten Filme anschauen will.
Besser ist es, den Film auf das jeweils aktuelle Medium, Z.B.: Cassette oder DVD, zu über-spielen. Servicedienste für die Überspielung mit dem Know-how für eine sehr gute Wiedergabe gibt es reichlich.
denn je älter die Filme werden, umso höher werden zukünftig die Kosten dafür sein. Die Firmen werden sich das Vorhalten der Projektoren und das Vorbereiten (Reinigung, Klebestellen) der Filme zum Überspielen entsprechend vergüten lassen.
Das Problem bei der Bandarchivierung sind in der Regel die Abspielgeräte. Die Systemfamilie VHS / SVHS / SVHS-C ist im Jahr 2008 vom Lizenz-geber JVC offiziell eingestellt worden. Trotzdem gibt es noch fabrikneue VHS-Geräte wie Kombirecorder für Cassette und DVD.
VHS-Bänder, die älter als 20 Jahre sind, sollte man überspielen, denn die „Verwaschung“ von Bild (flaue Farben + zunehmende Unschärfen) und TON (Durchmagnetisierung) zwingen uns zur Digitalisierung. Die Abspielgeräte selbst sind nicht der Grund für die Eile.
Hier „sterben“ die privaten Bandgeräte aus, die Industrie hat die Geräte schon lange sterben lassen.
Die DV-Geräte sind so weit verbrei-tet, dass es noch auf lange Sicht neue Cassettengeräte geben wird. Es ist zu erwarten, dass das weniger Consumer-Cameras zu bezahlbaren Preisen, sondern Profi-Cameras sein werden.
Es ist davon aus-zugehen, dass es für die Lesbarkeit der Speichermedien noch sehr lange optische Laufwerke geben wird. Sie sind in der Regel abwärtskompatibel, d.h. sie können also alle früheren Discformate ebenfalls lesen, z.B. eine CD in einem Blu-ray-Gerät. DVD-RAM ist für die Archivierung weniger zu empfehlen.
Das entscheidende Kriterium für die Zukunftssicherheit ist bei diesen Speichermedien das Datenformat. Nach Möglichkeit solche Formate benutzen, die heute jeder PC ohne Spezialsoftware wiedergeben kann, z.B. mpg-Formate. Wenn heute für das Auslesen des fertigen Films spezielle Formate eingesetzt werden, ist damit vor allem die Unsicherheit verbunden, ob es künftig für diesen Standard eine Weiterentwicklung / Support geben wird? Ein Abspielen auf den Betriebssystemen von morgen ist dann vielleicht nicht mehr möglich.